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Politik

Politische Wahlen in ein Amt werden selten aufgrund parteipolitischer Ansinnen gewonnen, sondern gelten als Personenwahl. So kann es durchaus passieren, dass bei Presidential Wahlen die großen Parteien obenauf schwingen, als Träger der Presidential Charge aber ein Parteiloser oder ein Vertreter einer Minderheit zu Amtswürden gelangt. Diese Überlegungen machte sich wohl auch Ralph Nader, der bei den ersten drei Gelegenheiten dieses Jahrtausends versuchte, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zu werden. Obwohl dies recht aussichtslos war, in zahlreichen Blog Einträgen sich die Autoren lustig machten und Nader bei den Presidential Elections tatsächlich nur gerade 0,5 Prozent aller abgegebenen Stimmern erhielt, ist der Sohn libanesischer Einwanderer zur Bekanntheit geworden. Diesen Ruhm hat Nader anschließend auch für sich und seine Anliegen ausnützen können. Nader liegt seit bald 50 Jahren der Verbraucherschutz nahe und er veröffentlichte zu diesem Thema schon einige Bücher. 1965 prangerte er dabei die gesamte Automobilindustrie an, nachdem er nachweisen konnte, dass in Amerika keine Autos gebaut werden, die dem Fahrer auch nur den geringsten Schutz böten.

Amerikanischer Politiker

Die Erkenntnisse aus dessen Buch waren in der Folge mitverantwortlich, dass der Sicherheit in Automobilen größere Beachtung geschenkt wird. Sicherheitsgurte wurden zwar lange belächelt und will man den Worten in einem Blog aus Südfrankreich glauben, gilt das Nichttragen des Sicherheitsgurtes noch heute als Kavaliersdelikt. Mit effizienten Bremssystemen, Airbags und Fahrgestellen, die nicht schon beim leichtesten Zusammenstoß auseinanderfallen, hat sich diesbezüglich aber doch noch einiges getan. Nader machte aber nicht Stopp nach den Autos. Immer wieder kämpfte er für die Rechte der Kleinen, und veröffentlichte Texte die den Verbraucherschutz fördern sollten. Unbeliebt bei großen Firmen handelte sich Nader die Symbolfigur für die Linksalternativen ein, was für seine politischen Interessen nicht unbedingt ein Vorteil gewesen ist. Vor dem Presidential Inaugural Committee wird Nader kaum je einmal stehen, denn sein Ruf als alternativer Kämpfer wird er auch im hohen Alter von über 75 Jahren nicht mehr los werden. In seinem Buch aus dem Jahre 2002 “Crashing the Party – How to Tell the Truth and Still Run for President” beschreibt es unter anderem sein Kampf und das Vorhaben, ohne eine einzige Lüge an die Macht zu gelangen – letzteres gelang ihm jedoch nicht einmal annähernd.

Politik folgt einigen festgelegten Strukturen, trotzdem sind dabei immer wieder Überraschungen möglich. Ralph Nader, Bewerber an den Presidential Elections der vergangenen Jahre, ist sozusagen der Vater der Verbraucherschutzorganisation. In zahlreichen Blogs kann sein Tun dabei verfolgt werden.